Gibt man sich heute, als der Feder Mann,
Durch verbalen Unsinn zu erkennen,
So will und werde ich fortan
Mich nicht länger Dichter nennen.
(aus „Die Klassiker“)
„In Gedanken versunken“erschien 1997 im Selbstverlag. Es waren nicht ganz die ersten, dafür aber die umso ernster gemeinten lyrischen Gehversuche meinerseits, ursprünglich aus der Idee heraus geboren, Texte zu meiner Musik zu schreiben. Aus irgendeinem, mir bis heute unklaren Grund habe ich es jedoch nicht geschafft, den strafferen Gedichtschemen zu entrinnen und stattdessen lieber einen einprägsamen und lockeren Refrain zu verfassen. Getreu dem Motto, aus der Not eine Tugend zu machen, erschien 1998 mit „Der Gegenwartsspiegel“ ein weiterer Gedichtband im Selbstverlag, in dem konsequent am ersten Buch angeknüpft wurde, nur mit dem Unterschied, daß erstmals auch lyrische Formen wie Sonett oder Stanze benutzt wurden, was mitunter auch eine Herausforderung an den Schreibenden stellt und fast schon etwas von Mathematik besitzt. An dieser Stelle könnte ich etwas aus dem Nähkästchen plaudern, was die Angebote von sogenannten Verlagen betrifft, über die man mit selbst zu finanzierenden Kostenanteilen und gegengerechneten späteren Gewinnauszahlungen seine Sachen veröffentlichen kann, aber ich denke doch, das sprengt den Rahmen meines Vorwortes und ist auch nicht Gegenstand dieses. Nach einigen Veröffentlichungen und Rezensionen in verschiedenen Literaturzeitschriften (Maskenball, Libus, G.U.C.), Anthologien (Frankfurter Bibliothek, Fouque Literaturverlag) und dem Internet (www.sonett-archiv.de) sowie den fast schon unverschämten Vorschlägen dieser ominösen Verlage habe ich im Jahr 2000 mit der lyrischen Beteiligung und der für mich dadurch resultierenden finanziellen Unterstützung eines Freundes mein drittes Büchlein „Triodium“ ebenfalls im Selbstverlag herausgebracht. Der darin befindliche Heidnische Sonettenkranz, die für mich persönlich höchste Form der Lyrik, wie auch einige andere Gedichte haben den durch eine Veröffentlichung auf mich aufmerksam gewordenen Zeichner, Illustrator und Karikaturisten Michael Blümel (www.michael-bluemel.de) dazu inspiriert, einige wirklich gelungene Zeichnung anzufertigen, die mich durchaus mit Stolz erfüllen. Derzeit arbeite ich an „Theoderich von Gnandstein", einem umfangreichen Drama aus der Zeit der Reformation, und an einem weiteren Band „Neue Gedichte“. |